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Urlaubskosten mit Kindern fair aufteilen

Veröffentlicht am So, 18. Oktober

Wie viel zahlen Kinder im Gruppenurlaub? Ein fairer Kinderanteil, Nächte statt Köpfe und ein durchgerechnetes Beispiel für zwei Familien im Ferienhaus.

In jedem Familienurlaub mit mehreren Familien kommt irgendwann die Frage: Zählen Kinder voll mit? Wer die Kosten einfach durch die Zahl der Köpfe teilt, macht es sich leicht – und benachteiligt Familien mit kleinen Kindern. Wer Kinder ganz herausrechnet, benachteiligt die Paare ohne Kinder. Ein fairer Weg liegt dazwischen.

Der Kinderanteil: ein Prozentwert statt einer Grundsatzdebatte

Am einfachsten ist ein Kinderanteil: Ein Kind zahlt einen festen Prozentsatz dessen, was ein Erwachsener zahlt. Bei 50 Prozent zählt ein Kind also wie ein halber Erwachsener. Das lässt sich in Sekunden erklären und passt erstaunlich gut zu dem, was Kinder tatsächlich „verbrauchen“.

Bewährt haben sich zum Beispiel diese Werte:

KategorieTypischer KinderanteilWarum
Unterkunft30–50 %Kinder schlafen oft im Zustellbett oder teilen ein Zimmer
Einkäufe50 %Kinder essen weniger, aber nicht nichts
Essen gehen40–50 %Kinderteller sind günstiger
Fahrten100 % oder 0 %ein Sitz ist ein Sitz – oder das Auto fährt ohnehin
Ausflügeechter PreisEintritte haben meist eigene Kinderpreise

Wichtig: Ein Kinderanteil von 100 Prozent ist nicht unfair, sondern einfach eine Entscheidung. Hauptsache, alle wissen vorher, wie gerechnet wird.

Nächte zählen, nicht nur Köpfe

Die zweite Stellschraube sind die Nächte. Reist eine Familie zwei Tage später an, sollte sie auch weniger für die Unterkunft zahlen. Für das Ferienhaus heißt das: Jede Person bringt so viele „Personennächte“ mit, wie sie da ist – Kinder mit ihrem Anteil.

Probiert es mit euren eigenen Zahlen aus:

Wer zahlt den Anteil der Kinder?

Kinder überweisen niemandem etwas – ihr Anteil landet bei den Eltern. Lebt ein Kind bei getrennten Eltern, teilt ihr den Anteil zum Beispiel 50 : 50 auf. Großeltern, die die Enkel einladen, übernehmen den Anteil einfach ganz. Entscheidend ist, dass die Abrechnung am Ende pro Familie stimmt: Wer für die Familie bezahlt hat, bekommt genau das zurück, was die anderen Familien zu viel oder zu wenig hatten.

Typische Stolperfallen

  • Erst hinterher diskutieren. Legt den Kinderanteil fest, bevor die erste Rechnung kommt. Hinterher wird jede Zahl persönlich.
  • Ein Wert für alles. Bei Eintritten gibt es echte Kinderpreise – nehmt die. Bei Fahrten zählt oft das Auto, nicht der Sitz.
  • Jugendliche vergessen. Eine 15-Jährige isst wie ein Erwachsener. Viele Gruppen rechnen Jugendliche ab etwa 14 Jahren voll.
  • Ehrengäste. Die Oma, die nur zum Wochenende kommt und eingeladen ist, zahlt nichts – das sollte in der Abrechnung genauso sichtbar sein wie alles andere.

So macht es Tripkitty

In Tripkitty legt ihr den Kinderanteil einmal pro Kategorie fest, Kinder werden ihren Eltern zugeordnet, und bei der Unterkunft rechnet Tripkitty automatisch nach Nächten. Am Ende seht ihr pro Familie, wer wem wie viel überweist – mit IBAN zum Kopieren.

Häufige Fragen

Zahlen Kinder im Gruppenurlaub den vollen Anteil?

Meist nicht. Bewährt hat sich ein Kinderanteil zwischen 30 und 50 Prozent eines Erwachsenen für Unterkunft und Einkäufe, beim Essen gehen ähnlich. Bei Eintritten mit eigenem Kinderpreis zählt einfach der echte Preis.

Ab welchem Alter zahlt ein Kind wie ein Erwachsener?

Eine feste Regel gibt es nicht. Viele Gruppen rechnen Jugendliche ab etwa 14 Jahren voll, weil sie ähnlich viel essen und eigene Betten brauchen. Wichtig ist, dass ihr euch vorher einigt.

Wer bezahlt den Anteil der Kinder?

Die Eltern. Der Kinderanteil wird in der Abrechnung den Eltern zugeschlagen – bei getrennt lebenden Eltern zum Beispiel jeweils zur Hälfte.

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