Fahrtkosten bei Fahrgemeinschaften fair berechnen
Veröffentlicht am So, 18. Oktober
Sprit oder km-Satz, Maut und Vignette, Kinder auf der Rückbank – so rechnet ihr die Fahrt in den Urlaub fair ab, mit Beispiel und Rechner.
Die Fahrt in den Urlaub ist oft der erste Posten auf der gemeinsamen Rechnung – und der, über den am wenigsten geredet wird. Dabei lässt er sich in zwei Minuten fair klären.
Schritt 1: Was kostet die Fahrt?
Es gibt zwei übliche Wege:
- Sprit nach Verbrauch: gefahrene Kilometer × Verbrauch × Spritpreis. Ehrlich, aber nur die laufenden Kosten.
- km-Satz: gefahrene Kilometer × fester Betrag pro Kilometer, zum Beispiel 30 Cent. Darin stecken auch Reifen, Wartung und Wertverlust – fair gegenüber der Person, die ihr eigenes Auto zur Verfügung stellt.
Dazu kommen Maut, Vignette und Fährkosten. Die fallen pro Auto an und gehören in die gemeinsame Rechnung, ebenso Parkgebühren am Urlaubsort.
Schritt 2: Wer sitzt drin?
Geteilt wird durch die Personen im Auto, die fahrende Person eingeschlossen. Für Kinder legt ihr einen Anteil fest – häufig 50 Prozent eines Erwachsenen.
Rechnet eure Fahrt selbst:
Mehrere Autos, eine Gruppe
Fahren zwei Familien in zwei Autos, gibt es zwei Wege:
- Jedes Auto für sich: Wer in einem Auto sitzt, teilt dessen Kosten. Das ist einfach, wenn die Autos ähnlich voll sind.
- Gemeinsamer Topf: Alle Fahrtkosten kommen zusammen und werden auf alle verteilt. Das ist fair, wenn ein Auto nur deshalb fährt, weil die Gruppe zu groß für eins ist.
Wichtig ist nur, dass ihr euch vorher entscheidet.
Häufige Fehler
- Den Rückweg vergessen. Der Rechner rechnet auf Wunsch hin und zurück.
- Maut pro Person rechnen. Maut und Vignette kosten pro Auto, nicht pro Kopf.
- Ausflugsfahrten untergehen lassen. Auch die Fahrt zum Skigebiet oder zum Freizeitpark kostet Sprit – tragt sie wie jede andere Fahrt ein.
So macht es Tripkitty
In Tripkitty legt ihr Autos mit km-Satz an, setzt die Mitreisenden auf ihre Plätze und wählt „pro Auto“ oder „gemeinsamer Topf“. Die Kosten landen automatisch als Ausgabe in der Abrechnung – auch für Ausflugsfahrten.
Häufige Fragen
Sprit teilen oder einen km-Satz nehmen?
Sprit plus Maut deckt nur die laufenden Kosten. Ein km-Satz (oft 25–35 Cent) berücksichtigt auch Verschleiß, Reifen und Wertverlust. Für kurze Strecken reicht Sprit, für lange Fahrten mit dem eigenen Auto ist ein km-Satz fairer.
Zahlt die Fahrerin oder der Fahrer mit?
Ja, in der Regel zählt die fahrende Person wie alle anderen. Die Mitfahrenden überweisen ihr dann ihren Anteil.
Wie zählen Kinder im Auto?
Das ist Verhandlungssache. Viele Gruppen rechnen Kinder mit 50 Prozent, manche voll (ein Sitz ist ein Sitz), manche gar nicht, weil das Auto ohnehin fährt.